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Joanne

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>Woran arbeiten sie?<Wurde ich gefragt. Ich antwortete>Ich habe viel Mühe,ich bereite meinen nächsten irrtum vor.<

Weisheiten oder Spinnerei

Bien manger pour vivre miuex!
October 01

Piloten und Politiker

Die Meinungsforschung, die rührend bemüht ist, uns die Arbeit abzunehmen und die Wahlen schon vorher zu gewinnen, wirft noch rasch ein paar Studien auf den Markt. Das in der U-Bahn bodennah erhältliche Heute hat eine zum Thema Vertrauen gefunden.

Kernaussage: Nur jeder 13. Wähler bringt dem Berufsstand des Politikers "sehr oder ziemlich hohes Vertrauen" entgegen. Na ja. "Jeder 13. Befragte unter Drogeneinfluss" wäre aussagekräftiger gewesen. Größtes Vertrauen im Volk genießen Feuerwehrleute und Piloten. Nachvollziehbar, denn wir gehen völlig zu Recht davon aus, dass uns Piloten dorthin fliegen, wo wir hin wollen. Sollten wir woanders landen, so geschieht dies fast immer gegen ihren Willen. Sollte es Probleme bei Start oder Landung geben, ist zumeist die Technik schuld. Außerdem ist dann ohnehin die Feuerwehr zur Stelle, die, wie gesagt, ebenso großes Vertrauen genießt.

Weiter unten in der Skala: Polizisten und Lehrer. Abgeschlagen: Meteorologen. Dahinter erst die Priester. Die uns zugewandte Sphäre des Himmels erscheint uns trotz düsterer Wolken immer noch vertrauenswürdiger als die jenseitige.

 

September 15

Verteilungsideen

Okayyyy ... Wie war das jetzt? Die SPÖ möchte die Mehrwertsteuer auf echten norwegischen Wildlachs und Beluga-Kaviar verdoppeln, hingegen auf thailändische Zuchtshrimps (nur echt mit Hormonbeigabe!) und deutschen Seehasenrogen halbieren?

Die ÖVP will für tägliche Kirchenbesucher eine Befreiung von der (moralischen) Klingelbeutel-Dotierungspflicht? Die FPÖ will eine Steuer auf halbmondförmige Kipferln (H.-C. Strache: "politische Siegessymbole über das Christentum") einheben, deren Erlös einem gewissen "Pitbull-Fredl", dem "letzten echten Wiener vom Brunnenmarkt", zugutekommt? Das BZÖ fordert eine aus Mitteln des Justizressorts gespeiste "Ing.-Peter-Westenthaler-Stiftung" für unschuldig verurteilte Wirtshausraufer?

Die Grünen sind für eine Steuer auf spekulative Finanztransaktionen zwischen älteren weiblichen Personen und Kleinkindern (die sogenannte "Omi-Tax")? Das LIF will alle Millionäre mit 80 Prozent besteuern, die noch keine Stiftung haben?

Schwierig, das alles auseinanderzuhalten, was die Parteien sich jetzt zwecks breitflächiger Verteilung von Geld, das ihnen nicht gehört, einfallen lassen.

January 05

Der Zuhörtest

Der Zuhörtest

Woran erkennt man, dass man nicht mehr so jung ist wie früher? (Die Frage hatten wir hier schon. Zu den Familienfesttagen gibt es nun neue Betrachtungen.)

Jung ist man, wenn man zuhören kann. Sehr jung ist man, wenn man zuhören muss. Jung bleibt man, wenn man niemals aufhört zuzuhören. Älter ist man, wenn man so tut, als würde man zuhören. Noch älter ist man, wenn man nicht mehr so tut, als würde man zuhören. Alt ist man aber erst, wenn man die Gefahr, zuhören zu müssen, dadurch bannt, dass man nicht aufhört zu reden. (Manche sind auf diese Weise schon mit 30 alt.)

Jung ist man, wenn man weiß, wem man was erzählt hat. Nicht mehr so jung ist man, wenn man nachfragt, ob man es schon einmal erzählt hat. Noch weniger jung ist man, wenn man in Kauf nimmt, etwas zweimal zu erzählen, weil man nicht mehr weiß, ob man es schon erzählt hat. Ganz und gar nicht mehr jung ist man, wenn es einem egal ist, ob man es bereits erzählt hat. Schon recht deutlich alt ist man, wenn es einem egal ist, ob diejenigen zuhören, denen man es erzählt. Aber wirklich alt ist man erst, wenn niemand anwesend sein muss, damit man wieder einmal erzählt, was man seit Jahren erzählt

December 09

...

Die falsche Polizei

Als Mario F. am 27. November um halb sechs nach Hause kam, überraschte er zwei Einbrecher - und umgekehrt. Sie traten gerade die Terrassentür des Hauses am Stadtrand von Wien ein. Als sie ihn sahen, flüchteten sie. Instinktiv (und mit dem Wunsch, sich dessen Aussehen einzuprägen) verfolgte Mario F. einen der Männer. Während er lief, wählte er den Polizeinotruf, erreichte die Zentrale, schilderte den Vorfall, gab den Standort bekannt und bat um Hilfe. "Tut mir leid, ich kann niemanden schicken", bedauerte eine entspannte Beamtin: "Wien ist nicht zuständig, da müssen S' in Perchtoldsdorf anrufen." Mario: "Da hab ich keine Nummer." - "Die kann ich Ihnen geben", erwiderte die Polizistin. Mario F. erklärte der Beamtin keuchend, dass und warum es gerade eher ungünstig sei, Telefonnummern auszutauschen: "Bitte verbinden Sie mich!" - Beamtin: "Leider, das geht technisch nicht. Schreiben S' die Nummer einfach auf." Schon begann sie, die neunstellige Zahl zu diktieren. Der Verfolger resignierte und ließ den Einbrecher ziehen.

Jetzt würde er bei der Polizei gerne anfragen, was der Sinn des Notrufs sei. Er weiß nur nicht, welche Stelle dafür zuständig ist.

November 29

Den Mann, dem nichts too embarrassing ist

Networking

Unlängst konnte man sich in ATV davon überzeugen, dass Hubert Gorbach über ein leidliches kolloquiales Englisch verfügt, zumindest für ein paar Sätze. Der Interviewer befragte den ehemaligen Vizekanzler, der bei einer Society-Veranstaltung auftauchte, auf Englisch über seine Englischkenntnisse. Gorbach kann also vielleicht Small-talk-Englisch, hat aber den Preis "Übelsetzer der Saison" des Dolmetscherverbandes für seinen Brief an den britischen Finanzminister ("At this time the most important thing for me is that our good contacts will be upright furthermore!") zu Recht bekommen.

Wie der TV-Auftritt beweist, vermag Gorbach aber immer noch nicht zu erkennen, was ein ehemaliger Vizekanzler tut oder nicht tut.

"The world in Vorarlberg" ist also wirklich "too small" für den Mann, dem nichts too embarrassing ist.

November 13

...

Unschätzbar

Die EU sei für Österreich von "unschätzbarem Vorteil", sagte Gusenbauer in der Parlamentsdebatte. Auf der Leserbrief-Seite der Krone sieht man das anders: "Marionette von Brüssel", "Abschaffung unserer Neutralität und Souveränität", "Vereinnahmung unseres Landes durch diese Diktatur". Viele der Leserbriefschreiber sind alte Bekannte, aber etliche Bürger mögen sich die Frage stellen, warum unser EU-Beitritt ein "unschätzbarer Vorteil" ist. Daher eine kleine Erinnerung: Als es noch den Ost-West-Gegensatz gab, konnten wir uns eine Eigenbrötler-Rolle leisten. Heute, da Europa dank der Aufnahme vieler exkommunistischer Staaten eine Stabilitätszone wurde, passt unsere Sonderrolle nicht mehr.

Vor allem aber hat uns der EU-Beitritt der ost- und mitteleuropäischen Staaten einen ungeheuren Boom für unsere Wirtschaft beschert, von der sehr wohl der "kleine Mann" auch etwas hat. Ohne die Gewinne aus den Reformstaaten wäre unser Wirtschaftswachstum nicht so gut. Aber Norwegen und die Schweiz leben doch auch recht gut ohne EU? Ja, mit riesigen Ölvorkommen einerseits und mit einem alten Reichtum andererseits. Wer das nicht hat, braucht den Markt der EU.

Blind

 

In Innsbruck kam es vor wenigen Tagen zu einer Massenschlägerei zwischen Türken und Kurden mit mehreren Verletzten. Das wurde als türkisch-kurdische Auseinandersetzung berichtet. Am Wochenende gab es eine schwere Auseinandersetzung in Wien-Favoriten. Dies wurde von der Polizei ursprünglich als Fehde zwischen Türken und Kurden gemeldet, jetzt heißt es, man gehe nicht von einem "politischen Hintergrund" aus. Das kommt bekannt vor. Wenn ein paar Skinheads einen "Ausländer" mit den Springerstiefeln halb tot treten, heißt es oft auch, die Polizei gehe nicht von einem "politischen Hintergrund" aus. Am Abend der Massenschlägerei in Favoriten wurde übrigens ein türkisches Lokal angezündet und eine türkische Flagge verbrannt. Motiv laut Polizei: unbekannt. Dass in der Türkei und im Nordirak Feindseligkeiten zwischen der türkischen Armee und der kurdischen PKK bereits im Gange sind, kann man inzwischen jeden Abend im Fernsehen sehen.

Nachdem nun die traurige Spitze der Wiener Polizei komplett abtritt, sollte man bei der Nachbesetzung Leute auswählen, die einen politischen Hintergrund von Gewalttaten erkennen, wenn sie ihn sehen.

September 17

Auszug aus dem Standart

Ball laufen lassen

Der österreichische Fußball ist ungefähr so schlecht wie sein Ruf. Und auf Zuruf reagiert er nicht. Dabei wissen wir nach jedem Spiel, warum es nicht gelaufen ist und wie es gegangen wäre. Hier einige Klassiker:

Die Österreicher müssen endlich lernen, den Ball anzunehmen.

- Richtig, Akzeptanz ist eine Voraussetzung für Fußball. Vielleicht sollte man es mit Spieler-Ball-Partnertherapien probieren, wo beide Seiten offen über ihre Probleme reden.

Sie müssen nach vorn spielen.

- Also an der Richtung feilen. Warum das noch kein Trainer ins Programm aufgenommen hat?

Ihnen muss zur richtigen Zeit ein Tor gelingen.

- Besser, es gelängen zu falschen Zeiten mehrere Tore.

Es muss ein Ruck durch die Mannschaft gehen.

- Diese Theorie ist umstritten, weil unpräzise. Wann? Wo? Rechtsruck? Linksruck? Wer soll ihn auslösen? Chiropraktiker?

Ihnen fehlt der Wille zum Sieg. -

Das ist gemein. Verlieren will wirklich keiner, es geschieht automatisch.

Sie müssen Ball und Gegner laufen lassen.

- Ungerechter Vorhalt. Das tun sie ohnehin bis zur Erschöpfung. Meistens laufen ihnen Ball und Gegner sogar davon - und zusätzlich auch noch die Zeit. 

August 07

朋友

爱人要选温柔似水甜如蜜的;
对手要选聪明能干强有力的;
同事要选埋头苦干没脾气的;
朋友要选猪头狗脑流鼻涕的,
 
 
别看了,
快把鼻涕擦了!
June 07

和你说再见

要和你说再见了,
看着你满脸写着无辜,
我的心都碎了,
为什么深深选择过,
却又要匆匆放弃,
我是多想把你永远留在身边,
 
 
但妈妈说。。。。。。。。。
 
 
 
。。。。。。。。。。。。。
 
 
 
 
 
 
。。“城市不许养猪”!
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